Was kostet mich ein Film?

Legacy of Gods 3D Dokumentarfilm 2 Portfolio Film

Ein kurze Geschichte über Kommunikation. Von Maximilian Laufer.

Und der Versuch einer Antwort auf die Frage: Was kostet mich ein Film?


Bestandsaufnahme:

Kreative kennen diese Frage im Allgemeinen. Was kostet… eine Grafik, eine Homepage, ein Flyer?

Diese Frage mag teilweise noch einigermaßen konkret zu beantworten sein. Als Produzent von Bewegtbild Inhalten möchte ich hier jedoch etwas weiter auszuholen. Wenn man über Film redet, dann meint vermutlich jeder etwas anderes. Daher zunächst zur Einordnung. (Vorab schonmal. Auf das Thema Fernsehen gehe ich in dieser Einordnung nicht weiter ein.)


Filme und Kino.

Damit fing es bereits um 1900 an. Über 120 Jahre konnte sich dieses Medium bereits halten und ein Ende ist nicht in Sicht. Einen Kinofilm zu produzieren und tatsächlich auf die Leinwand zu bringen ist wirklich etwas sehr spezielles und unter den Medienschaffenden als die Königsdisziplin gesehen. Aus diversen Gründen wird das Kino sicherlich in seiner Form nicht so schnell aussterben.

Netflix und Co.

Seit über 10 Jahren erleben wir zudem einen Trend hin zu hochwertigen, Fiction sowie Non-Fiction Serienformaten, welche über Streaming Dienste wie Netflix, Amazon, Disney und neuerdings einem Tech-Konzern wie Apple produziert und vertrieben werden. Neben dem Vertriebsweg für Kinofilme, spielen mittlerweile Eigenproduktionen dieser Networks eine immer größere Rolle, für nationale und internationale Filmschaffende.

Social Media.

Und dann gibt es eben noch Formate die sich im Umfeld der sozialen Medien abspielen, wie Youtube,Instagram, Facebook und co. Wobei Youtube hier womöglich als Leitmedium für Film- und Videoinhalte angesehen werden kann. Vor allem, weil inzwischen auch der öffentlich, rechtliche Rundfunk hier jährlich ca. 42,5 Mio Euro (Wert von 2019) in diverse Youtube Formate steckt. 


Kommen wir jetzt an dieser Stelle nochmal zurück zu der Frage: Was kostet mich ein Film?

Nach der vorausgegangen Einordnung sollte zumindest grob klar sein, welche Art von Film man gerne produzieren lassen möchte. Ein geeigneter Producer kann an dieser Stelle prinzipiell jeden Wunsch erfüllen. Insofern die Budgetvorstellungen und das finale Ergebnis zusammen passt. Gerne akzeptiere ich das Argument, man könne auch für 1000,- Euro einen Kinofilm produzieren. Nur ist das in fast allen Fällen eher die Ausnahme als die Regel.

Filme für Unternehmen:

In der Regel fragen uns Unternehmen nach der Möglichkeit einen Film produzieren zu lassen. Dann ist die Frage eher auch nicht – Was kostet mich ein Film? – sondern – Was kostet uns / das Unternehmen ein Film?

Dieser geplante Film soll dann in den meisten Fällen für die Homepage des Unternehmens sowie dessen interne oder externe Informations- und Kommunikationskanälen verwendet werden. Oder der Film landet in der Schublade, weil man sich im Vorfeld nicht genügend über den Sinn und Zweck einer Filmproduktion unterhalten hat. Letzteres sollte tunlichst vermieden werden, da dies weder dem Budget noch dem Unternehmen oder dem Auftraggeber ein gutes Gefühl beschert.

Sind wir also beim Thema Filme für Unternehmen angelangt, dann kommt in 99% aller Fälle die Frage nach einem “Imagefilm”. Und in 98% aller Fälle würde ich aus diversen Gründen von der Produktion eines solchen Filmes abraten. Denn Imagefilme sind teuer und aus meiner persönlichen Sicht auf das Unternehmertum sollte man seine Ressourcen lieber in das wichtigste Gut, seine Mitarbeiter, stecken. Wenn Sie also lieber Geld in Ihrem Unternehmen lassen wollen und damit Ihre Mitarbeiter zu Film- und Medienproduzenten machen wollen – dann sollten sie vielleicht unseren Bereich Social Media 4 Business kennen lernen.

Oder Sie lesen weiter und ich erzähle Ihnen wie sie sinnvoll Geld für externe Produktionen ausgeben können. 

Also zurück zur Frage mit dem Imagefilm. Ja. In Ihrem Falle könnte das eine gute Idee sein. Ich gehe nach einem ersten Briefing von einem benötigten Budget zwischen 50.000 – 100.000 € Netto aus, bei einer Lauflänge von ca. 5 Minuten. Natürlich sind das reine Produktionskosten, ohne kreative Agenturleistungen in Form einer Kampagne, über welche wir im Moment aber noch nicht reden.

Den eigenen Bedarf erkennen:

Oder. Wir schauen uns erst mal gemeinsam der Bedarf und die Zielsetzung eines gewünschten Filmes an. Wenn die Marketingabteilung alles im Griff hat, dann wird es hier bereits eine Analyse gegeben haben, aus der sich die Themen und der Art des benötigten Inhaltes, hier Filmes, ableitet. Je nachdem ob wie hier von B2B, B2C oder B2B-2C sprechen ergeben sich diverse Formatmöglichkeiten, jenseit vom Imagefilm. Und für einen Imagefilm benötigt man erst mal ein Image. Dass bedeutet, man sollte sich seiner Marke bewusst sein und hier schon Vorarbeit in dessen Kreation geleistet haben. In den seltensten Fällen definiert ein Imagefilm das Image und ersetzt somit einen Markenbildungsprozess. 

Vielleicht will das Unternehmen ja auch nur reine Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung machen. Dann sollte man das Kind aber auch beim Namen nennen: Was kostet ein Werbefilm? Das ist aber nicht das selbe wie ein Imagefilm. Bitte entschuldigen Sie die Wortglauberei, aber auch beim Autokauf sollte man sich bewusst sein ob man einen SUV oder einen Minivan kaufen möchte. Mag teilweise ähnlich aussehen, ist aber auch nicht das selbe. Nur mal als plakatives Beispiel. Aber nebenbei, die Automobilbranche ist nicht so mein persönlicher Fall 😉

Um die Sache jetzt noch etwas zu präzisieren, sollte man das Gebilde Unternehmensfilm noch etwas differenzierter betrachten. In Sachen Format gibt es noch viele andere Spielarten von Filmen wie z.B. Erklärvideos für Produkte, Testimonials von Kunden oder Mitarbeitern, hochwertige inhaltliche Dokumentationsfilme, das klassische Werbevideo und noch so einiges mehr. 

Sinn und Zweck dieser Filme und Videos sollten u.a. strategisch und von den Abteilungen Marketing, Sales, HR und allen weiteren Entscheidern im Unternehmen analysiert, überprüft und optimiert werden. Dieser Prozess landet oft bei einer Filmproduktion und ist an dieser Stelle meistens nicht sinnvoll positioniert. Machbar, aber nicht im Sinne des Erfinders. 

Im Zusammenhang mit der unternehmerischen Strategie sollte auch immer berücksichtigt werden, wie produzierte Film als Ressource am sinnvollsten zu nutzen sind. Also wie sieht es u.a. mit der zweit- drittverwertung / Recycling von Inhalten aus? Sind die Filme im Prozess eingebunden und sind sie verwertbar im Rahmen der KPIs?

Damit auch später in der Distribution von Inhalten alles nach Plan verläuft, sollte im Vorraus auch klar sein, welche zusätzlichen Formatierungen für die individuellen Kanäle und Plattformen benötigt wird. Auch diesbezüglich beraten und schulen wir Sie und Ihre Mitarbeiter gerne.

Sollten an diesem Punkt mehr Fragen als zu Anfang entstanden sein, dann ist es mit Sicherheit noch einmal sinnvoll in den Prozess der unternehmensinternen Analyse zurück zu kehren. Mit dem Ergebnis dieser Analyse kann eine Filmproduktion definitiv arbeiten.

Wenn Sie sich bis an diesem Punkt vorgearbeitet haben, dann nehme ich an, Sie sind sich noch unschlüssig. Oder, was mich sehr freuen würde, Sie haben den Artikel über dieses Thema mit Interesse gelesen.

Wie auch immer das Ergebnis sein sollte. Wir würden uns freuen, Sie nach bester Möglichkeit bei Ihrem unternehmerischen Herausforderungen unterstützen zu können.


Mit besten Wünschen,

Maximilian Laufer, Geschäftsführer und Producer